08.02. - 07.03.2018

Der Abstand hält die gleiche Distanz

Catharina Szonn

saasfee*pavillon

Der Abstand hält die gleiche Distanz
Der Abstand hält die gleiche Distanz
Der Abstand hält die gleiche Distanz
Der Abstand hält die gleiche Distanz

Das malerische und installative Universum Catharina Szonns kreist um zeitgenössische soziokulturelle Themen sowie der Entwicklung erweiterter künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten.

Für ihre Arbeiten verwebt und collagiert Szonn Alltagsgegenstände, sogenannte objet trouvés, mit unterschiedlichen Materialien, sodass in der Folge subtile und zugleich skurrile Formen der Materialakkumulation entstehen, die dem Betrachter neue Bedeutungszusammenhänge zwischen den Objekten aufzeigen und ihm inhaltliche und formale Spannungsfelder eröffnen.

Ihre Bildwelten sind damit als erweiterte Formen der Malerei zu verstehen, die durch Farbe, Form, Textfragmente und den poetisch gewählten Werktiteln Szonns inhaltlich-motivisch zu irritieren beabsichtigen. So fügen sich dicke Farb- oder Materialschichten zu reliefartigen Oberflächen zusammen, die in den Raum ragen. Es entstehen metaphorische Textbilder, die fragmentarische Augenblicke der emotionalen Mehrdeutigkeit erzeugen.

Zudem konzipiert die Künstlerin seit 2015 kinetische Bewegungsapparate, die von einer einzigartigen Sensibilität und Beobachtungsgabe für unsere gegenwärtige Lebenswelt zeugen. Menschliche fehlerhafte Bewegungsabläufe oder gesellschaftliche Zustände werden dabei in maschinelle und technische Apparate und Vorgänge übersetzt, und mit Worten, Tönen oder Klängen ergänzt.

Das Ergebnis ist ein Werk, das mit seinen deutlichen Einflüssen des nouveau réalisme und pop, eine komische, schmerzhafte bis hin tragische Stimmung erzeugt und den Betrachter dazu provoziert, die Bildwelt der Künstlerin zu dechiffrieren.

In ihrer ersten Einzelausstellung im saasfee*pavillon Der Abstand hält die gleiche Distanz zeigt Catharina Szonn ihre verschiedenen Bild- und Materialwelten erstmalig in einer raumgreifenden Inszenierung.

Collagiert, archiviert und gestapelt bilden ihre Skulpturen, Malereien und Maschinen ein räumliches und künstlerisches Gefüge, bei dem die einzelnen Elemente und Werke in einer Korrelation zueinanderstehen, die ihnen die Fähigkeit verleiht über sich selbst hinaus zu verweisen.

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