09. - 18.11.2013
Fotografien 16.07. – 29.08.2013
Nadine Fraczkowski
saasfee*pavillon
Schon lange beschäftige ich mich mit sozialen Strukturen, Subkulturen und deren Mechanismen. Ich finde es immer wieder faszinierend, welche Zeichen- und Lebensweisen Menschen unabdinglich und immer wieder erneut entwickeln, besonders wenn sie sich mit einer bestimmten Gruppierung identifizieren können/möchten. In meiner Arbeit geht es um unterschiedliche Wirklichkeiten, Wahrheiten und Ordnungssysteme.
Welche Codes gelten in welchem Umfeld und warum? Wer kann diese wie lesen und wer nicht? Welche Konsequenzen und Mechanismen treten dadurch hervor? Meine Arbeit beschäftigt sich mit den Verhältnissen von Zeichen und Bedeutungen und deren Relativität, in Bezugnahme auf gesellschaftliche Konstruktionen, deren Regeln und Semiotiken. Das vermeintlich Selbstverständliche wird dadurch in Frage gestellt. Die Beziehung von Signifikat und Signifikant definiert sich neu sobald es ein System verlässt. Jede "Norm" und jedes "Zeichen" verliert bzw. verändert seine Bedeutung, sobald es sein Ursprungsterrain verlässt. Dieser Übergang interessiert mich auch in meiner fotografischen Arbeit sehr. Die Bilder sind in Israel, Palästina (West Bank) und Jordanien entstanden. Ich reise und fotografiere immer allein.