Die fünf beteiligten Künstler haben hier in fünf Abschnitten die Interpretation ihres persönlichen Horrors verwirklicht. In einzigartigen Bildsprachen und Herangehensweisen wird die Faszination des Unheimlichen ausgelotet. So findet man sich mittendrin in der absurden Achterbahnfahrt Stephanie Kayss' grellbunter Alptraumwelt des Geboren-Werdens, wird Zeuge von Merlin Flügels Besuch eines merkwürdigen Kults mit rätselhaften Absichten und Elena Osmanns monumental kathedralischer Abstieg in die Tiefen des Bewusstseins über die eigene Vergänglichkeit. Als unerwünschter Gast betreten wir Marc Rühls Haus am See und Dominik Keggenhoffs verlassenen Schrebergarten, in dem das, was wir nicht sehen, ausschlaggebend wird. Die "Geisterbahn" wird somit zur Schnittstelle zwischen unserer tatsächlichen körperlichen Präsenz in einer Rauminstallation, dem Geworfen-Sein in die virtuellen Welten, die aus der Vorstellungskraft ihrer Entwickler entspringen und gleichzeitig den imaginären Räumen, die jeder einzelne ansiedeln kann mit seinen eigenen Erwartungen, Vorstellungen und Ängsten.
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